Geräteentwicklung: Prozess, Kosten, Dienstleistung

Unverbindlich anfragen

Kurz zusammengefasst: Die Geräteentwicklung umfasst die systematische Konzeption, Konstruktion und technische Realisierung von funktionsfähigen Geräten und komplexen Baugruppen. Während die Elektronikentwicklung einen zentralen Bestandteil bildet, beinhaltet die moderne Geräteentwicklung zusätzlich mechanische Konstruktion, Embedded-Software, Fertigungstechnik und Werkstoffkunde – und schafft so ein marktreifes Gesamtsystem aus Hard- und Software.

Der strukturierte Entwicklungsprozess durchläuft fünf Hauptphasen – von der Ideenfindung über Konzeptausarbeitung, Design, Prototyping und Validierung bis hin zur Serienproduktion – mit einer typischen Gesamtdauer von 7 bis 13 Monaten. Die Innovationszyklen unterscheiden sich je nach Technologiebereich deutlich: Mechanische Komponenten entwickeln sich im Rhythmus von 7–10 Jahren (F&E-Anteil ca. 10 %), Elektromechanik in 4–6 Jahren (30 %), während Software und Elektronik Innovationszyklen von unter einem bis drei Jahren aufweisen (60 %).

Moderne Geräteentwicklung erfordert die nahtlose Integration verschiedener Disziplinen und die Berücksichtigung vielfältiger Anforderungen – von Funktionalität, EMV-Konformität und Energieeffizienz bis hin zu Zertifizierung, Nachhaltigkeit und einer möglichst kurzen Time-to-Market. Die größten Herausforderungen liegen in der zunehmenden Digitalisierung, IoT-Integration, Miniaturisierung und der wachsenden regulatorischen Komplexität. Die richtigen Entwicklungspartnerschaften mit spezialisierten Dienstleistern helfen, durch externe Expertise, parallele Entwicklungsverteilung und moderner Designansätze die Entwicklungsdauer zu verkürzen und Projektrisiken zu minimieren. Gerne unterstützen wir Sie bei der Projektraum Reger GmbH hiermit.

Was umfasst die Geräteentwicklung?

Die Geräteentwicklung ist ein strukturierter Ablauf aus typischerweise fünf klar definierten Phasen, die ein Produkt von der ersten Idee bis zur Marktreife führen. Unternehmen scheitern häufig an unklaren Anforderungen, Budgetüberschreitungen oder technischen Sackgassen. Ein strukturierter Prozess eliminiert diese Risiken.

Phase 1: Ideenfindung und Konzeptentwicklung (1–2 Monate)

Diese Einstiegsphase umfasst Marktanalysen, das Erstellen eines Konzepthefts und erste Funktionskonzepte. Anforderungen und potenzielle Risiken werden frühzeitig identifiziert.

Phase 2: Detaillierte Konzeptausarbeitung und Machbarkeitsstudie (1–2 Monate)

In Phase 2 erfolgt die Spezifikation der technischen Anforderungen, die Auswahl geeigneter Komponenten sowie erste Kostenschätzungen. Die Machbarkeitsprüfung validiert die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit.

Phase 3: Design- und Entwicklungsphase (2–4 Monate)

Die konkrete Umsetzung beginnt in Phase 3: Schaltungsentwicklung, PCB-Layout, Firmware-Programmierung und mechanische Konstruktion bilden den Schwerpunkt. Diese Phase beansprucht die meisten Entwicklungsressourcen.

Phase 4: Prototyping und Validierung (1–2 Monate)

In Phase 4 für Prototyping und Validierung, werden funktionsfähige Muster gefertigt und umfangreiche Tests durchlaufen – darunter EMV-Tests sowie Funktions- und Leistungsmessungen. Optimierungen werden auf Basis der Testergebnisse umgesetzt.

Phase 5: Serienproduktion und Markteinführung (2–3 Monate)

Die Überführung in die Serienreife in Phase 5 umfasst Fertigungsvorbereitung, Werkzeugeinrichtung, Prozessvalidierung und CE-konforme Dokumentation.

Das Bild unterhalb zeigt den typischen Ablauf der Gerätteentwicklung über die 5 Phasen.

Die 5 Phasen der Geräteentwicklung.
Der gesamte Prozess der Geräteenwicklung dauert in der Regel zwischen 7 und 13 Monaten.

Da sich die Kosten für Änderungen mit jeder Phase potenziell verzehnfachen („Rule of Ten"), setzen moderne Projekte auf frühzeitige Validierung, kontinuierliche Tests und eine enge Integration aller Disziplinen – von Elektronik über Software bis zur Mechanik. Die konsequente Umsetzung dieser Entwicklungsschritte entscheidet maßgeblich über den Markterfolg eines Geräts.

Welche Disziplinen sind bei der Geräteentwicklung involviert?

Die Geräteentwicklung ist ein interdisziplinärer Prozess, bei dem mehrere technische Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Zu den zentralen Disziplinen zählen die folgenden Bereiche.

  • Elektrotechnik und Elektronik: Sie bilden das Herzstück der Funktionalität moderner Geräte – mit Schaltungsdesign, Signalverarbeitung und Kommunikationsschnittstellen.
  • Mechanische Konstruktion: Verantwortlich für Gehäuse, Tragstrukturen und bewegliche Komponenten mittels 3D-Design und materialgerechter Auslegung. Sie gewährleistet Stabilität, Schutz und ergonomische Bedienbarkeit.
  • Software-Entwicklung: Steuert über Embedded-Software und Benutzeroberflächen das Gerät und ermöglicht Updatefähigkeit, Systemlogik und Interaktivität.
  • Sensorik, Aktorik und optische Technologien: Eingesetzt für Umgebungsdatenerfassung, Mensch-Maschine-Schnittstellen und Funktionen wie Kamera-, Display- oder Sensoreinheiten.
  • Werkstoffkunde und Fertigungstechnik: Entscheidend für die Auswahl geeigneter Materialien und die wirtschaftliche Serienumsetzung von Komponenten.

Der Erfolg der Produktentwicklung hängt maßgeblich von der integrierten Zusammenarbeit der Disziplinen ab. Methoden wie Simultaneous Engineering – also die parallele Bearbeitung von Teilaufgaben – beschleunigen den Entwicklungsprozess und verbessern die Systemintegration.

Welche Rolle spielt die Hardware-Entwicklung in der Gerätetechnik?

Die Hardware-Entwicklung bildet das physische Fundament jedes technischen Geräts und steht im Zentrum der Gerätetechnik. Die elektronische Schaltungsentwicklung transformiert abstrakte Funktionsanforderungen in konkrete Hardwarekomponenten, von analogen Schaltungen für Sensorik und Signalaufbereitung bis zu digitalen Systemen für Datenverarbeitung und Kommunikation.

Das Leiterplattendesign übersetzt das elektrische Schaltungskonzept in eine physische Struktur mit mehrlagigen Platinen, präzisen Leiterbahnführungen und optimierten Komponentenanordnungen. EMV-gerechtes Design minimiert elektromagnetische Störungen durch gezielte Maßnahmen.

Die mechanische Konstruktion entwickelt Gehäuse und Strukturkomponenten unter Berücksichtigung von Schutzart, Temperaturbeständigkeit, Vibrationsfestigkeit und ästhetischen Aspekten. CAD-Software ermöglicht die dreidimensionale Modellierung und Simulation.

Energieversorgungskonzepte bestimmen maßgeblich die Mobilität und Betriebsdauer des Geräts, von effizienten Netzteilen bis zu ausgeklügelten Ladekreisen und Energiemanagementsystemen für batteriebetriebene Produkte.

Der Prototypenbau übersetzt theoretische Konzepte in physische Testmuster. Moderne Technologien wie 3D-Druck und SMD-Bestückung ermöglichen die schnelle Herstellung seriennaher Prototypen für Funktionsprüfung und Designoptimierung.

Validierungsstrategien überprüfen systematisch die Erfüllung aller Anforderungen durch Laborprüfungen, EMV-Tests, Umweltsimulationen und Langzeittests unter realistischen Betriebsbedingungen.

Die Hardware-Entwicklung steht in engem Austausch mit Software-Entwicklung und Design. Das Hardware-Software-Codesign optimiert die Systemarchitektur ganzheitlich und nutzt die Stärken beider Bereiche. Die frühzeitige Abstimmung reduziert Fehler und vermeidet kostspielige Überarbeitungen.

Was ist die Bedeutung der Software-Entwicklung in modernen Geräten?

Die Software-Entwicklung hat sich zum Innovationstreiber moderner Geräte entwickelt und bestimmt deren Funktionsumfang, Benutzerfreundlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Mit einem Innovationszyklus von unter einem Jahr bis zu drei Jahren und einem hohen F&E-Anteil von rund 60 % prägt sie den technologischen Fortschritt besonders intensiv.

Embedded-Software und Firmware bilden die unterste Softwareschicht und interagieren direkt mit der Hardware. Diese plattformspezifischen Programme optimieren den begrenzten Speicher und die Rechenkapazität kleiner Prozessoren und müssen strengen Anforderungen an Echtzeit-Verhalten, Zuverlässigkeit und Sicherheit genügen.

Betriebssysteme für eingebettete Systeme koordinieren die Hardwareressourcen und bieten eine standardisierte Plattform für Anwendungssoftware. Spezialisierte Echtzeit-Betriebssysteme garantieren deterministische Reaktionszeiten bei kritischen Anwendungen.

Das Hardware/Software-Codesign optimiert die Gesamtarchitektur durch die frühzeitige und integrierte Entwicklung beider Komponenten. Dieser Ansatz verbessert die Systemleistung, reduziert Kosten und verkürzt die Entwicklungszeit durch intelligente Funktionsverteilung.

Die Entwicklung von Benutzeroberflächen gewinnt als direkte Schnittstelle zum Anwender weiter an Bedeutung. Moderne UIs bieten intuitive Touch-Bedienung, sprachgesteuerte Interaktionen oder grafisch ansprechende Visualisierungen und erfordern UX-Design-Expertise.

Die Updatefähigkeit moderner Geräte löst ein fundamentales Problem früherer Embedded-Systeme: die statische Software. Over-the-Air-Updates ermöglichen Funktionserweiterungen und Fehlerbehebungen nach der Auslieferung, verlängern die Produktlebensdauer und schaffen neue Geschäftsmodelle.

Sicherheitsaspekte nehmen mit zunehmender Vernetzung einen immer höheren Stellenwert ein. Verschlüsselung, sichere Boot-Mechanismen und Authentifizierungsverfahren schützen vor unbefugtem Zugriff und erfordern spezialisierte Kenntnisse.

Die Integration mit Cloud-Diensten erweitert die Möglichkeiten lokaler Geräte erheblich durch Auslagerung rechenintensiver Aufgaben, Datenaggregation und Zugriff auf kontinuierlich aktualisierte Dienste.

Welche Normen und Standards müssen bei der Geräteentwicklung beachtet werden?

Die Einhaltung technischer Normen ist ein zentraler Bestandteil der Geräteentwicklung für Industrieprodukte. Sie gewährleistet Sicherheit, Qualität, Kompatibilität und den Marktzugang – sowohl in Europa als auch international.

Für die EMV-Konformität und CE-Kennzeichnung müssen Geräte die Anforderungen der EMV-Richtlinie (2014/30/EU) sowie Normen wie EN 61000 erfüllen, um Störungen zu vermeiden. Die CE-Kennzeichnung bestätigt die Einhaltung weiterer Richtlinien wie der Niederspannungsrichtlinie, Maschinenrichtlinie, und RoHS-Richtlinie.

Branchenspezifische Normen müssen berücksichtigt werden, da In Bereichen wie der Medizintechnik (MDR, ISO 13485, ISO 14971) oder dem Automotive-Sektor (ISO 26262) strengere Anforderungen an Sicherheit, Risikomanagement und Qualitätsprozesse gelten.

Um Nachhaltigkeits- und Umweltstandards gerecht zu werden werden Vorgaben wie die WEEE-Richtlinie und REACH-Verordnung befolgt. Diese Richtlinien und Verordnungen fordern recyclinggerechtes Design und den Verzicht auf problematische Stoffe, was besonders bei der Fertigung marktreifer Geräte relevant ist.

Für die globale Vermarktung sind zusätzlich länderspezifische Zulassungen wie FCC (USA), CCC (China) oder PSE (Japan) erforderlich, um internationalen Anforderungen gerecht zu werden. Eine einheitliche Produktstrategie reduziert den Zertifizierungsaufwand.

Prozess- und Cybersecurity-Normen wie ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO/IEC 62304 (Softwareentwicklung) und IEC 62443 (industrielle IT-Sicherheit) können die Qualität und Sicherheit bei der Hardware- und Softwareproduktentwicklung weiter steigern – insbesondere bei vernetzten IoT-Systemen. Gleichzeitig sind nicht alle dieser Normen für jedes Produkt notwendig.

Wie werden neue Geräte auf Funktionalität und Sicherheit getestet?

Die Funktions- und Sicherheitstests sind ein integraler Bestandteil der Geräteentwicklung für Industrieprodukte. Von Unit-Tests über Integrationstests bis hin zu System- und End-of-Line-Prüfungen sichern strukturierte Testkonzepte die Qualität und Marktreife. Leistungstests analysieren elektrische Parameter, Energieeffizienz, Genauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit, während EMV-Pre-Compliance-Tests elektromagnetische Störungen frühzeitig identifizieren und beheben.

Sicherheitstests nach Normen wie IEC 62368-1 prüfen elektrische und mechanische Risiken durch Isolationsmessungen, Hochspannungstests und FMEA-Fehlersimulationen. Ergänzt werden diese durch Usability- und Feldtests, bei denen reale Einsatzbedingungen und Benutzerfeedback zentrale Schwachstellen aufdecken. Langzeittests und Umweltprüfungen – etwa Temperatur-, Vibrations- und Dauerbelastungstests – simulieren die gesamte Lebensdauer des Geräts.

Entwicklungsteams setzen zunehmend auf automatisierte Testverfahren, die schnelle Regressionstests, vollständige Testabdeckung und reproduzierbare Ergebnisse ermöglichen. Diese integrierte Verifikation und Validierung reduziert Entwicklungsrisiken und sichert die Konformität für Zertifizierungen in regulierten Märkten.

Wie lange sind die Innovationszyklen in der Geräteentwicklung?

Die Innovationszyklen in der Geräteentwicklung unterscheiden sich stark je nach Technologiebereich – ein zentraler Faktor für die strategische Planung bei der Hardware- und Softwareproduktentwicklung. Mechanische Komponenten entwickeln sich vergleichsweise langsam (7–10 Jahre, F&E-Anteil 10 %), während Elektromechanik wie Aktoren oder Sensoren mittlere Zyklen von 4–6 Jahren (30 %) durchlaufen. Die höchste Dynamik zeigen Software und Elektronik mit Zyklen von unter 1 bis 3 Jahren (F&E-Anteil ca. 60 %).

Diese heterogenen Innovationsgeschwindigkeiten führen zu Zielkonflikten in der Produktarchitektur. Während Endkunden schnelle Funktionserweiterungen erwarten, benötigen Industrieanwender langlebige und verfügbare Geräte über viele Jahre. Probleme wie Bauteilabkündigungen erfordern vorausschauendes Lifecycle-Management, etwa durch Second-Source-Strategien oder modulare Redesigns.

Erfolgreiche Unternehmen kombinieren Plattformkonzepte, standardisierte Schnittstellen und modulare Softwarearchitekturen, um einzelne Technologiebereiche gezielt zu aktualisieren. So entstehen flexible Produkte mit klarer Trennung zwischen stabilen Basisfunktionen und schnelllebigen Innovationen – ein zentraler Wettbewerbsvorteil bei der Fertigung marktreifer Geräte.

Beispiel Automatisierungstechnik: Während Ihre mechanischen Grundfunktionen 7-10 Jahre stabil bleiben, können Sie durch modulare Software-Updates jährlich neue Features ausliefern und zusätzliche Umsätze generieren.

Welche Herausforderungen bestehen in der Geräteentwicklung aktuell?

Die moderne Geräteentwicklung ist geprägt von steigender technischer Komplexität, zunehmendem Zeitdruck und hohen Marktanforderungen. Um wettbewerbsfähige, zukunftssichere Geräte zu entwickeln, müssen Unternehmen zahlreiche Herausforderungen strategisch meistern.

  • Digitalisierung & IoT-Integration: Geräte werden zu intelligenten, vernetzten Systemen mit Cloud-Anbindung, Datenanalyse und Multi-Protokoll-Kommunikation.
  • Miniaturisierung & Leistung: Kompakte Bauformen bei wachsender Funktionalität erfordern hochintegrierte Lösungen und ausgeklügeltes Wärmemanagement.
  • Energie- und Ressourceneffizienz: Low-Power-Designs, recyclinggerechtes Produktdesign und materialeffiziente Konstruktionen sind zunehmend gefragt.
  • Nutzererwartungen & Bedienkomfort: Moderne Geräte sollen intuitiv bedienbar, hochwertig verarbeitet und mobil vernetzbar sein – mit kontinuierlichen Software-Updates.
  • Time-to-Market vs. Komplexität: Kurze Entwicklungszyklen bei steigendem Funktionsumfang erfordern parallele Prozesse, frühe Validierung und agiles Projektmanagement.
  • Supply-Chain-Risiken & Bauteilverfügbarkeit: Engpässe bei Halbleitern machen proaktive Komponentenauswahl und Second-Source-Strategien unverzichtbar.
  • Regulatorik & Zertifizierungen: Regionale Normen, Datenschutzvorgaben und internationale Zulassungen stellen hohe Anforderungen an die Produktkonformität.
  • Cybersicherheit: Vernetzte Geräte benötigen mehrstufige Sicherheitsarchitekturen zum Schutz vor Angriffen, Manipulation und Datenverlust.

Diese Herausforderungen wirken sich nicht nur auf die technische Umsetzung aus, sondern beeinflussen maßgeblich die Projektlaufzeit, Ressourcenplanung und Budgetierung. Um realistische Investitionen zu planen, wird eine präzise und frühzeitige Kalkulation der Geräteentwicklungskosten immer wichtiger.

Wie kalkuliert man die Kosten bei der Geräteentwicklung?

Die Kostenkalkulation in der Geräteentwicklung basiert auf der systematischen Erfassung einmaliger Entwicklungskosten (NRE) und laufender Produktionskosten. Die Kostenstruktur gliedert sich in sechs wesentliche Bereiche, wobei Personal- und Softwarekosten zusammen den größten Anteil bilden.

Die Tabelle unterhalb zeigt eine beispielhafte Kostenstruktur bei der Geräteentwicklung.

KostenartKostenbereichCharakteristik
Personalkosten25.000-45.000 €Ingenieure, Techniker, Projektmanager (40-50% der Gesamtkosten)
Softwareentwicklung20.000-50.000 €Firmware, Treiber, Apps, Cloud-Integration (25-35% der Gesamtkosten)
Materialkosten3.000-12.000 €Prototypen, Testmuster, Spezialkomponenten (5-15% der Gesamtkosten)
Prüf- und Zertifizierungskosten6.000-12.000 €EMV-Tests, Sicherheitsprüfungen, Konformitätsbewertungen (8-12%)
Werkzeug- und Ausrüstungskosten2.000-8.000 €Entwicklungsumgebungen, Messgeräte, spezialisierte Software (3-8%)
Externe Dienstleistungen3.000-10.000 €Industriedesign, Spezialentwicklungen (5-10% der Gesamtkosten)
Gesamtkosten59.000-137.000 €Für mittelkomplexe IoT-Geräte ohne Gehäuseentwicklung

Detaillierte Kostenkalkulation einer Geräteentwicklung am Beispiel eines IoT-Sensors

Ein batteriebetriebener IoT-Sensor mit 4-lagiger Platine und vorzertifiziertem Funkmodul erfordert folgende Investitionen.

Hardware-Entwicklung:

  • Konzeptphase: 1.500 € für Anforderungsanalyse und Systemspezifikation
  • Schaltungsentwicklung: 3.500 € für Elektronikdesign und Bauteilauswahl
  • Platinen-Layout: 3.500 € für PCB-Design und Routing-Optimierung
  • Prototypenerstellung: 1.000 € für 3 Prototypen inklusive Einmalkosten
  • Hardware-Inbetriebnahme: 3.000 € für erste Tests und Kalibrierung
  • Serienreife-Optimierung: 2.000 € für Verbesserungen und Anpassungen
  • Serienmuster: 1.200 € für 10 Stück inklusive Einmalkosten

Software-Entwicklung:

  • Grundfirmware: 5.000 € für Basis-Embedded Software
  • Treiberentwicklung: 3.000 € für Hardware-Abstraktionsschicht
  • Kommunikationsprotokolle: 4.000 € für IoT-Konnektivität (MQTT, CoAP)
  • Energiemanagement-Software: 3.000 € für Batterie-Optimierung
  • Over-the-Air Updates: 6.000 € für sichere Firmware-Updates
  • Sicherheitsimplementierung: 4.000 € für Verschlüsselung und Authentifizierung
  • Cloud-Integration: 5.000 € für Backend-Anbindung
  • Mobile App/Dashboard: Ca. 12.000 € für Benutzeroberfläche (falls notwendig)
  • Softwaretests: 4.000 € für Unit-Tests und Integrationstests

Prüfung und Zertifizierung:

  • Software-Integration: 1.500 € für finale System-Integration
  • EMV-Prüfung: 6.000 € für Laborprüfung mit Ingenieursbetreuung
  • CE-Dokumentation: 3.000 € für Konformitätsbewertung und Zertifizierung
  • Temperaturprüfung: 1.500 € (optional für erweiterte Spezifikationen)

Gesamtinvestition für die komplette IoT-Geräteentwicklung: 80.700 €

Die „Rule of Ten" besagt, dass Korrekturkosten in späteren Entwicklungsphasen exponentiell ansteigen. Fehler in der Konzeptphase kosten 100 €, in der Prototypenphase 1.000 € und nach der Serieneinführung 10.000 € – frühe Qualitätssicherung reduziert daher die Gesamtkosten erheblich.

Die Kostenkalkulation hängt von der Gerätekomplexität, gewählten Technologien und Zertifizierungsanforderungen ab. Batteriebetriebene Geräte erfordern spezielle Energiemanagement-Entwicklung, während Funkmodule zusätzliche EMV-Prüfungen nach sich ziehen.

Case Study: Geräteentwicklung für das Bauwesen (Lora IoT-Sensor)

Lora Sensor
Lora IoT-Sensor
Hier klicken und Case Study lesen: Geräteentwicklung für das Bauwesen (Lora IoT-Sensor)

Idee: Unser Kunde erarbeitete ein Konzept, wie während der Bauphase der Zustand von flüssigkeitsgeführten Druckleitungen überwacht und aufgezeichnet werden kann. So können Probleme frühzeitig erfasst und lokalisiert werden.

Aufgabe: Wir haben im ersten Schritt die Machbarkeit geprüft und später die Elektronik, inklusive Device-Software, entwickelt. Da es klare Vorgaben an die sehr knappen Abmessungen gab, war ein detailliertes Mechanikkonzept und eine genaue Batterielaufzeitberechnung und Simulation erforderlich.

Lösung: Nachdem wir eine Lösung für das mechanische Konzept gefunden hatten, hat unser Kunde unsere Konstruktionsdaten an eine Fachfirma für Gehäusetechnik gegeben, damit diese die hohen Ansprüche an Dichtigkeit (auch unter hohem Druck) sicherstellen. Im Anschluss haben wir mit der Elektronikentwicklung begonnen und eine hochkomprimierte und hocheffiziente Leiterplatte entwickelt. Bei der Softwareentwicklung stand immer die Energieeffizienz im Vordergrund. Wir mussten auf jedes µA achten und wo es nur ging im Sleep-Modus bleiben.

Resultat: Nachdem wir die Inbetriebnahme und Softwareentwicklung abgeschlossen haben, hat unser Kunde ein Testsystem aufgebaut, mit welchem die Realbedingungen simuliert werden können. Später wurde das Gerät in realen Objekten integriert.


Wie unterstützt die Projektraum Reger GmbH bei der Geräteentwicklung?

Bei Projektraum Reger bieten wir Ihnen umfassende Unterstützung entlang des gesamten Entwicklungsprozesses – von der Idee bis zur Marktreife. Als interdisziplinärer Entwicklungspartner kombinieren wir elektronische, softwaretechnische und konzeptionelle mechanische Kompetenzen, um maßgeschneiderte Gerätelösungen für anspruchsvolle Anwendungen zu realisieren.

Ihre Konkurrenz entwickelt bereits: Während Sie zögern, bringen andere ihr Produkt zur Marktreife. Verschaffen Sie sich den entscheidenden Vorsprung mit unserer Machbarkeitsstudie.

Unser Fokus liegt auf der elektronischen und softwareseitigen Entwicklung kompletter Systeme, bei der wir die Konzeption der mechanischen Komponenten übernehmen, während die detaillierte Umsetzung der Gehäuse durch spezialisierte Fachfirmen erfolgt. Bei der Auslegung der Gehäusekonstruktion und funktionalen Schnittstellen sorgen wir für eine frühzeitige Abstimmung zwischen allen beteiligten Disziplinen. Durch den Einsatz moderner Tools und Methoden – von der Machbarkeitsanalyse über EMV-Pre-Compliance-Tests bis hin zur Prototypenfertigung – schaffen wir die Grundlage für einen fließenden Übergang zur Serienreife. Für die finale Zertifizierung und die Serienfertigung greifen wir auf spezialisierte Fachfirmen zurück, die mit ihrer Expertise die Qualität und Konformität des Endprodukts sicherstellen.

Mit unserem agilen, praxisorientierten Entwicklungsansatz ermöglichen wir kurze Iterationszyklen, hohe Anpassungsfähigkeit und gezielte Validierungsschritte. Unsere Kunden profitieren von fundierter Beratung, belastbaren Zeitplänen und zertifizierungsfähigen Endprodukten – unabhängig davon, ob es sich um IoT-Geräte, industrielle Messsysteme oder komplexe mechatronische Anwendungen handelt.

Jetzt Kontakt aufnehmen: Nutzen Sie das Kontaktformular am Seitenende oder vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch in Ulm/Blaustein oder auch telefonisch. Wir analysieren Ihre Anforderungen, entwickeln erste Lösungsansätze und erstellen ein individuell kalkuliertes Angebot – präzise, praxisnah und umsetzungsstark.

Bringen Sie Ihre Produktidee zur Marktreife – mit der Projektraum Reger GmbH als Ihrem zuverlässigen Entwicklungspartner.

Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Idee kennenzulernen!

In einem unverbindlichen Erstgespräch finden wir schneller heraus, wie Ihre Idee realisierbar ist — hinterlassen Sie uns hierfür einfach Ihre Kontaktdaten unterhalb und wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.

Sebastian Reger

Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik, Entwicklungsleitungsleiter, Geschäftsführer von Projektraum Reger

Kontakt
Projektraum Reger GmbH
Lindenstraße 40
89134 Blaustein
Copyright Projektraum Reger GmbH - All Rights Reserved
crossmenuchevron-down